Skip to content

Ich bin … was eigentlich?

by

Wenn man mich fragt, was ich selber bin, tu ich mich mit der Antwort etwas schwer. Ich hatte wie jeder andere hier eine linke Erziehung in der Schule und durch die Medien in Kindheit und Jugend, fühle mich als jemand, der sich freut, wenn es allen gut geht und mag keine Ungerechtigkeit. Ich habe mit Rassenabwertung und mit Frauenabwertung nichts am Hut, jeder Mensch soll individuell beurteilt werden nach dem, was er will und was er kann. Wer anderen nicht schadet, der soll machen, was er will. Ich bin für so wenig staatliche Einmischung in die Angelegenheiten der Gesellschaft, wie nur irgend möglich. In politischen Tests lande ich immer bei „linksliberal“. Ich glaube nicht, dass ich für meine Überzeugungen (Kultur?) in den Tod gehen könnte und will das auch von niemandem verlangen.

Und doch führen mich vernunftbasierte Überlegungen immer wieder zu Positionen, die klar rechts sind. Und wenn ich mir die Bedrohung durch die Islamisierung genau ansehe, stelle ich fest, dass ich diese Leute mit ihrer Kriegsideologie tatsächlich nicht hier haben will, nicht mal geschenkt. Nicht nur, weil ich diese Art zu leben und zu denken verabscheuungswürdig finde, sondern weil diese Leute mich und meine Freunde nicht in Ruhe lassen werden, wenn sie erst einmal die Oberhand haben. Weil diese Leute nichts und niemanden auf der Welt jemals in Ruhe lassen können, wie ein Blick ins Geschichtsbuch und die die Tagesnachrichten zeigt. Also weg mit ihnen.

Ich bin ja grundsätzlich ganz lieb. Ich will keinen foltern, keinen töten, keinen in irgendwelche Lager stecken. Ich würde sie, wenn die Möglichkeit bestünde, ihren kranken Geist zu etwas mit unseren Werten kompatiblem zu erziehen, sogar hier belassen. Aber das zu stemmen traue ich mir – der Gesellschaft – nicht zu. Diese Aufgabe ist zu groß. Es ist ein Eingeständnis. Eine Resignation. Also müssen diese Leute weg. Mit Flugzeug, Bahn oder Bus, das ist egal, aber sie müssen weg.

Doch das passiert nicht, sie strömen stattdessen in Massen weiterhin hierher. Die nachfolgenden Überlegungen führen zu Politikern als Wurzel allen Übels, und schlussendlich zu denen, die sie wählen, also ins Herz der eigenen Gesellschaft. Ich muss konstatieren, dass die Gesellschaft, in der ich lebe, also sozusagen meine eigenen „Brüder und Schwestern“, wahnsinnig sind. Nicht alle, aber doch zu einem ausreichenden Prozentsatz, um jegliche Vernunft zu unterdrücken, und zunehmend auch die Äußerung von Vernünftigem.

Was zum Geier mach ich denn jetzt? Ich sitze viel tiefer in der Scheiße als ich dachte. Wir haben Demokratie, wir haben Menschenrechte, wir haben Wohlstand, aber irgendwie ist der Selbstzerstörungsknopf gedrückt und niemand wehrt sich. Wo ist sie, die wehrhafte Demokratie?

Liegt möglicherweise in der Demokratie der Fehler? Ist in einer Gesellschaft, in der die meisten wahnsinnig geworden sind, Demokratie gar nicht die ideale Systemform?

Und von hier an werden die Gedanken dann wirklich sehr sehr rechts. Und in der Tat würde ich, wenn ich das Sagen hätte, formell sehr ähnliche Dinge tun wie Erdogan. Wenn ich meine Gegner nicht überzeugen kann, muss ich sie einsperren etc. Natürlich werden die Linken jetzt sagen: Gottseidank, dass ich nicht das Sagen habe. Und dann kommen vielleicht ein paar Hitler- und Nazivergleiche.

Nur müsst ihr das mal durch meine Augen sehen, ihr lieben Linken: Ich tue das letztlich auch für euch. Ich will, dass wir alle – auch ihr – wieder so leben können wie noch vor 10 Jahren. Ihr könnt auch gerne weiter für BGE und gegen den bösen Kapitalismus und die teufliche Kirche kämpfen. Nur euer Lieblingsspielzeug, die Muslime, die muss ich euch jetzt mal eben wegnehmen, denn ihr seid wie kleine dumme Kinder und merkt nicht, wie ihr euch selbst damit schadet, weil ihr mit eurem Spielzeug nicht vernünftig umgehen könnt.

Es gibt übrigens eine Bezeichnung für Leute wie mich. Ich bin Paternalist.

Advertisements

Die auf links gedrehte Gesellschaft

by
Die Kausalkette geht weit zurück.
 .
Der Islam ist nicht unser eigentliches Problem. Er wäre kinderleicht zu besiegen. Es wäre gar kein Problem, sich alle Islamgläubigen zu greifen und außer Landes zu schaffen. Das ginge. Jetzt jedenfalls. Aber natürlich passiert das nicht. Es passiert das Gegenteil. Es ist der politische Wille, so viele Musulanten wie möglich ins Land zu schleusen und ihnen maximale Versorgung und Privilegien zu geben.
 .
Den politischen Willen muss man also ändern. Aber von wem geht dieser Wille aus? Von den Parteien? Von Merkel? Von den Linken? Ja, sicher, jedoch nicht nur.
 .
Solche Gestalten wie Merkel, Maas, Schäuble und Roth würden gar nichts zu sagen haben, wenn das Volk sie nicht wählen würde.
 .
Letztlich ist also das Volk Schuld. Aber warum wählt das Volk diese Gestalten wieder und wieder? Weil es ihre Abartigkeit nicht begreifen kann? Sind die Leute dumm?
 .
Hat vielleicht das Bildungssystem versagt? Ja, das Bildungssystem ist ziemlich degeneriert in den letzten Jahren. Genderquatsch statt Mathe. Leichter Stoff und leichtere Prüfungen, damit weniger Schüler durchfallen. Aber die entscheidenden Dummen von heute sind Erwachsene, mit denen ich zusammen die Schulbank drückte. Das kann es also nicht sein. Oder vielleicht doch, wenn man überlegt, dass das Versagen schon vor Jahrzehnten begonnen hat.
 .
Nun, ich sehe das folgendermaßen:
 .
Schon seit ich zurückdenken kann – und ich kann bis in die 70 Jahre zurückdenken – wird uns in der Schule ein mehr oder weniger linkes Weltbild vermittelt: Alle Menschen sind gleich, verdienen die gleiche Behandlung, gleichen Lohn, gleiche Lebensbedingungen, etc. – und zwar unabhängig davon, was sie der Gesellschaft zu geben haben. Und es sind auch alle gleich, egal aus welchem Land bzw. aus welchem Kulturkreis sie kommen. Der Kapitalismus ist böse, weil er Ungleichverteilung bedeutet und Ausbeutung.
.
Ich stelle in zahlreichen Gesprächen immer wieder fest: Das linke Weltbild beschäftigt sich nicht mit der Frage, wie Wohlstand erwirtschaftet wird. Es kennt nur Verteilung. Der Wohlstand ist im linken Denken einfach da, die Menschen machen den schon irgendwie; es ist unwichtig, wie. Wichtig ist: Jeder soll davon gleichermaßen profitieren dürfen, sonst ist es ungerecht. Und in letzter Konsequenz ist mit „jeder“ jeder auf der ganzen Welt gemeint. Im linken Weltbild gibt es auch gar keine Wertschöpfung. Was auch immer einer hat, er kann er nur dadurch haben, indem er es jemandem anders weggenommen hat.
 .
Die Medien, vor allem das Fernsehen, waren früher Systemkritiker, heute sind sie System-Steigbügelhalter. Aber es sind nicht die Medien, die sich geändert haben, denn die waren schon immer linkslastig. Nur damals, als die Politik noch eher rechtsorientiert war, da wurde sie kritisiert, was das Zeug hält, und jetzt ist man glückselig, dass endlich der ersehnte Sozialismus verwirklicht wird.
 .
Was war noch bis vor kurzem anders? Die Politiker waren nicht links. Die SPD ein wenig, aber sie lieferte sich ständig ein Hin und Her mit der CDU/CSU, und generell hatten unsere Eliten mehr Verstand als heute. Vor allem aber hatten sie, da sie aus der Generation stammten, die das Land wieder aufbauen musste, einen Begriff vom Erwirtschaften des Wohlstandes und waren nicht in der Schule auf links gedrillt worden. Helmut Schmidt, den ich sehr verehre, würde heute besser in die AfD passen als in jede andere Partei. Sowohl er als auch Helmut Kohl sahen die Probleme, die das Multikulti-Getue mit sich bringen würde. Diese Politikergeneration ist aber im wahrsten Sinne des Wortes ausgestorben. Die neuen sind alle in der Schule auf links gedrillt worden.
 .
Ich bin auch auf links gedrillt worden. In der Schule, aber auch von den linksorientierten Medien mit ihren linksorientierten Reportagen, Filmen, Serien. Der linke Geist ist überall, sogar in der Trivialliteratur und in billigen Soaps. Kapitalismus böse, gleiche Rechte für alle.
 .
Um diese propagandistische Indoktrination zu überwinden, braucht es sehr viel an natürlichem Wissensdrang und an … nennen wir es mal Zufall. Intelligenz alleine reicht nicht. Intelligenz befähigt, die linksgedrillte Schule mit gutem Ergebnis abzuschließen und eine gutbezahlte Arbeit aufzunehmen. Aber wenn der Drang nicht da ist, die Dinge zu hinterfragen, auch wenn die Fragen unangenehm sind …
 .
Nach der linken Alle-sind-gleich-Denkweise haben die sogenannten „Flüchtlinge“ – aber auch schon die Millionen islamistischer Türken im Land – dasselbe Recht, in Deutschland zu leben und sich mit ihrer Lebensweise auszubreiten, wie jeder andere. Wer diesbezüglich anderer Ansicht ist, macht sich zusätzlich des „Rassismus“ verdächtig und ist damit ein ganz besonders mieser Mensch, den man mit allen Mitteln bekämpfen muss. Und auch als Rechter (=Nichtlinker) will man auf gar keinen Fall als Rassist gelten. Zwar ist man gar kein Rassist, wenn man Zuwanderer mit antiwestlicher Einstellung eben wegen dieser Einstellung ablehnt, aber um diese Lücke zu schließen, haben die Linken neue Spielarten des Rassismus erfunden, wie z.B. den „Kulturrassismus“. Man gilt schon als Rassist, wenn man eine minderwertige Kultur oder Religion oder Weltanschauung als solche bezeichnet.
 .
Wie ist das nun mit der Religion, die ja auch eine Rolle spielt? Insbesondere der grausame Islam. Nun, Religon ist ein Scheiß – jede Religion! – und diese Ansicht ist nicht nur richtig, sie ist witzigerweise auch genuin links, deswegen gab es Kirchen- und Religionsbashing noch und nöcher zum Ende des 20. Jahrhunderts, mit der Folge, dass Macht und Ansehen der Kirche bzw. des Christentums stetig schwanden. (Ironie des Schicksals: Die linke Denkweise und das Christentum liegen extrem nahe beieinander, beide propagieren die Gleichheit aller Menschen. Der Marxismus dürfte sogar direkt auf dem christlichen Wertekanon aufbauen.)
 .
Da man aber, wenn man den Islam als die Scheiße benennt, der er ist, ein „Kulturrassist“ ist, zwingt das linke Denken zum Schönreden, zum Verharmlosen und Beschwichtigen. Im linken Denken sind die Islamisten ja nur so, wie sie sind, weil ihre Kultur noch nicht so weit ist wie die unsere. Dass eben dies schon wieder „Kulturrassismus“ ist, wird dabei ausgeblendet. Egal. Wichtig ist, dass wenn die Islamisten im schönen Europa leben dürfen, sie sich ganz von selbst zu westlichen Werten weiterentwickeln werden, weil sie ja eigentlich nichts von den Deutschen unterscheidet. Das ist leider inzwischen von der Realität tausendfach falsifiziert, aber Ideologien wären keine Ideologien, wenn sie gegen Falsifizierung nicht immun wären.
 .
Diese Ideologie der Linksheit wird der Untergang Europas sein, denn eine Gemeinschaft mit einer linken Denk- und Lebensweise wird sich im Konkurrenzkampf der Kulturen und Weltschauungen nicht behauptet können. Sie hat Null Abwehrkräfte und wird von ihren Feinden schlicht und ergreifend gefressen werden.
 .
Wie auch immer. Wer diesen Zustand der gesellschaftlichen Degeneration aufhalten will, der wird es schwer haben. Viele machen sich gar keine Vorstellung davon, wie schwer! So wie die Menschen früher mal dachten, ihr Pharao sei ein Gott, oder dass Zeus die Blitze schleudert oder die Erde flach ist, so denken sie heute, dass die linke Sichtweise, mit der sie aufgewachsen sind, selbstverständlich die Realität ist, auf Vernunft und Wissenschaft basierend. Die Krone der kulturellen Evolution. Andersdenkende wirken auf sie ebenso befremdlich wie auf mich beispielsweise jemand wirken würde, der behauptete, die Gesellschaft sei von Vampiren und Werwölfen unterwandert. Es ist schlicht und ergreifend nicht vorgesehen, so etwas auch nur eine Sekunde lang als real zu akzeptieren. Deswegen auch nicht vorgesehen, mit so einem komischen Vogel lange rumzudiskutieren, er ist ja eh verrückt.
 .
Ja, jemand, der was gegen den Islam sagt, der kann nur verrückt sein.
 .
Jemand, der befürwortet, Muslime aus Europa zu werfen, inklusive vielleicht des stets netten Gemüsehändlers von nebenan, der kann nur verrückt sein.
 .
Jemand, der sagt, das Fernsehen lüge uns an, der kann nur verrückt sein.
 .
Das ist unsere Situation. Wir haben sozusagen die Aufgabe, den Menschen die Existenz von Vampiren und Werwölfen zu beweisen. Bildlich gesprochen. Eine ziemliche Scheißaufgabe.

Gedankensplitter: Begrenzten Horizont indoktrinieren

by

Der begrenzte Horizont lässt sich am leichtesten indoktrinieren. Schlimmer noch, es funktioniert gar nichts anderes als Indoktrination bei dem. D.h. auch das Gute und Richtige fasst nur durch Indoktrination bei dem Fuß.

Ein Gleichnis

by

Vorbemerkung: Gleichnisse hinken – wie alle Vergleiche. Einer der größten Fehler bei der Interpretation ist der Versuch, jedes Detail 1:1 auf die Realität abbilden zu wollen. 

Ich will meine Wohnung renovieren und habe Angebote von mehreren Handwerkern.

Mit den meisten hatte ich schon das Vergnügen, sie haben alle Mist gebaut und mich bei der Rechnung übers Ohr gehauen. Mehrfach. Der letzte hat sogar eine Kiste Ratten mitgebracht und sie offen gelassen, so dass jetzt überall Ratten in der Wohnung sind, die meine Vorräte anknabbern, überall hinscheißen und sich vermehren wie verrückt. Eigentlich sind sie der Grund, warum ich renovieren will. Muss.

Allerdings sieht da keiner Handlungsbedarf, alle meinen, es sei nicht so schlimm. Sie schlagen vor, die Ratten zu verkaufen, dann verdiene ich Geld. Oder sie schlachten, dann habe ich immer was zu essen. Einer meint sogar, Rattenscheiße einzuatmen sei gesund. Aber was wirklich schlimm sei, dass die Zierbordüre in der Küche schief sitzt. Das meint auch der, der sie schief dahingebastelt hat und denkt oder hofft, ich hätte das vergessen.

Dann ist da noch einer, ein ganz junger, mit dem ich noch nie zu tun hatte. Er hat keine Manieren, faselt etwas davon, dass Jesus Christus bald sein Reich auf Erden errichten werde und andere komische Dinge, die mich leicht beunruhigen. Aber erkennt als einziger die Rattenplage als das vordringlichste Problem.

Die anderen Handwerker heulen lautstark und beschwören mich, nicht mit dem Kerl zu reden, er sei total durchgeknallt und rattenfeindlich. Außerdem habe er keinerlei Konzept für die Bordüre, und auch nicht für den tropfenden Wasserhahn, und wenn ich mich mit dem einlasse, wird er das ganze Haus in Schutt und Asche legen.

Gut, vielleicht ist er noch verrückter als die anderen, und wenn ich ihn anheuere, reißt er das ganze Haus ab.

Aber: Vielleicht auch nicht. Die anderen sind erwiesenermaßen verrückt und gefährlich und lügen, und sie haben bereits Schaden angerichtet ohne Ende, und einen muss ich mir jetzt aussuchen, also gebe ich dem Neuen eine Chance. Wenn ich vom Regen in die Traufe komme, dann hab ich eben Pech gehabt. Eine bessere und vernünftigere Wahl kann ich unter den gegebenen Umständen leider nicht treffen.

Gedankensplitter: Der Rassismus der Antirassisten

by

Sogenannte Antirassisten sind besessen von der Idee, dass überall Rassisten zu finden seien und alles Mögliche einen rassistischen Hintergrund hat. Nichts passt da besser als der Spruch: Wenn man nur einen Hammer hat, sieht alles wie ein Nagel aus.

Der westliche Standard-Antirassist sieht überall rassistisch motivierte Benachteiligungen von Dunkelhäutigen durch Hellhäutige, weshalb Hellhäutige sein Feind sind und er Dunkelhäutigen ausgleichende Privilegien und Vorteile zu verschaffen sucht. Schon die Gleichbehandlung von Dunkel- und Hellhäutigen empfindet er als ungerecht.

Deswegen sind seine Gedankengänge objektiv betrachtet selbst rassistisch, oft noch rassistischer und bösartiger als die des eingebildeten Feindes, des angeblichen Rassisten.

Nahezu exakt dasselbe Gedankenmuster findet man auch beim Feminismus, nur geht es da um Geschlechter.

Ich bin ein Minarchist

by
Der Minarchismus ist eine politische Denkrichtung, den Staat in seinem Umfang, seinem Einfluss und seiner politischen Aufgabe auf ein in einer freien Gesellschaft „notwendiges Minimum“ zu beschränken. (aus Wikipedia)
 
Könnte ich an einen Menschen glauben, der unter optimalen äußeren Bedingungen stets eigenverantwortlich und intelligent handelt, könnte ich vielleicht auch der Anarchie etwas abgewinnen, aber ich halte die meisten Menschen für unmündig, dumm und leicht zu verführen, und Eigenverantwortung ist ihnen eh ein Graus. Deswegen geht es ohne einen Staat, der in einigen kritischen Punkten diktiert, was zu tun ist, nicht. Dazu gehören Dinge wie Grenzschutz und Armee, Innere Sicherheit und Polizei, sowie basale Infrastruktur wie Straßen, Eisenbahn, gesundheitliche und soziale Grundversorgung.
 
Ganz sicher nicht gehören dazu Festsetzung von Mindestlöhnen, bedingungsloses Grundeinkommen, Einschränkung der Redefreiheit und Vertragsfreiheit und Finanzierung von Medien.
 
Es gibt nämlich auf der anderen Seite genug verantwortungsbewusste Menschen, die man einfach machen lassen sollte, und die Wirtschaft wird es danken und der Wohlstand von nahezu ganz alleine kommen.
 
Sozialisten haben das Menschenbild, dass alle Menschen zu dumm oder zu egoistisch sind, über ihre eigenen Geschicke zu entscheiden, und man deswegen im Namen der Gerechtigkeit alles bis ins Detail kontrollieren und regulieren müsse. Weder lernen sie aus der Geschichte, dass dies die Wirtschaft lahmlegt, noch dass sie selbst auch nur Menschen sind und durchaus ebenfalls von Dummheit und Gier befallen werden.

Zur Verhaftung von Uwe Ostertag

by

Für die, die besagten Herrn nicht kennen: Er hat im Internet mit erfundenen Politikerzitaten, die jedoch immer als Satire gekennzeichnet waren, für hitzige Diskussionen gesorgt. Zumal einige Doofköppe trotz der Kennzeichnung diese Zitate für echt hielten.

Dafür erhielt er nach Jahren irgendwann mal eine Geldstrafe wegen Vorksverhetzung, die er nicht bezahlte, also kam die Polizei, um ihn ins Gefängnis zu werfen. Dagegen hat er sich gewehrt, mit Messern, jetzt ist er für insgesamt 22 Monate im Gefängnis gelandet.

Er ist als ehemaliger DDR-Grenzschützer weiß Gott kein Sympathieträger, und das mit den Messern war wohl auch keine kluge Idee. Jedoch ist das alles nicht relevant, darf es nicht sein.

Alles steht und fällt mit der Frage, ob eine Geldstrafe wegen Volksverhetzung rechtens bzw. rechtmäßig bzw. überhaupt rechtsstaatlich war.

Das ist leider nicht so ganz einfach zu beantworten, da kommt man nämlich in rechtsphilosophische Grundsatzfragen. Man sehe sich den §130 genauer an. Ein wunderbarer Gummiparagraph. Lässt jedem Richter vollkommen freie Hand, für wen er jemanden, der eine kritische Meinung äußert, egal zu was, bestraft, egal in welcher Weise.

Völlig freie Hand!

Nach diesem Gesetz kann man theoretisch auch verurteilt werden, wenn man was Negatives über islamische Terroristen und Neonazis sagt. Wird man nur in der Regel nicht. Ob man wird oder nicht, bestimmt die Politik und ein wenig auch die Kultur. Kultur insofern, als dass es schwer ist, zu rechtfertigen, warum man Hetzer gegen Nazis, Kirche, AfD, Israel, Kapitalisten, Asylkritiker etc. vollkommen unbehelligt lässt, aber andere Ansichten, die teils viel harmloser vorgetragen werden, dann plötzlich bestrafen will.

Der Hummer wird langsam gekocht, aber er wird. Vor ein paar Jahren erwischte es nur die, die sich übelst in der Wortwahl vergriffen, so. z.B. wenn Leute „Neger“ oder „vergasen“ schrieben. Wenig später wurde es ausgedehnt auf Leute, die sich nicht so schlimm in der Wortwahl vergriffen, z.B. Michael Stürzenberger, der den Islam als Krebsgeschwür bezeichnete.

Ostertag ist erneut die nächste Stufe: Satirefreiheit ist damit jetzt vorbei. Böhmermann wäre um ein Haar der erste geworden, aber den hat noch die öffentliche Meinung geschützt. Es ging ja nur gegen Erdogan, und den darf man mit Billigung aller gerne Scheiße finden. Der nächste, der sowas macht, dessen Kopf wird rollen, und die Leute spüren das ganz genau, sonst würden sich ja jetzt ganz viele Leute trauen, es ihm nachzumachen.

Was das gerade für eine katastrophale Entwicklung ist, begreifen die meisten Leute überhaupt nicht. Es geht ja bisher nur gegen Leute, die eh „doof“ und „Abschaum“ sind.

Dazu passt ein „Gedicht“ von Martin Niemöller, und es passt so gut, dass mir Angst und Bange wird:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“