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Islam und Antisemitismus

by - 9. Oktober 2018

Vorbemerkung: Den folgende Beitrag postete ich erstmalig gestern oder vorgestern auf Facebook. Vor einer Stunde wurde ich deswegen für 24 Stunden gesperrt. Wegen „Hassrede“.

Allerdings: Facebook hat jetzt einen neuen Button, damit kann man beantragen, dass der Beitrag nochmals geprüft wird. Habe ich angeklickt. Das hat leider keinen Einfluss darauf, dass ich gesperrt bin, und dass der Beitrag für die Zeit der Überprüfung nicht sichtbar ist. Sollte die Überprüfung zu meinen Gunsten ausfallen, denke ich mal, dass der Beitrag wieder sichtbar werden wird. Gesperrt war ich dann aber dennoch. Ich werde nach Ablauf der „Prüfung“ updaten, um das Resultat zu berichten.

Es folgt das „Hass-Posting“:

Ich versuche gerade etwas zu verarbeiten und könnte Hilfe gebrauchen.

Gestern ging es um die Frage, ob Muslime grundsätzlich antisemitisch sind. Ich sagte, dass sie es sind.

Auf die Frage, woraus ich das ableite, sagte ich, dass sich das aus dem Koran ableitet, der das Töten von Juden befiehlt bzw. aus Mohammeds Verhalten, dass den Tod unzähliger Juden zur Folge hatte.

A.P. sagte nun Folgendes:

„Der Koran ist antijudaistisch und nicht antisemitisch […]. Der Koran verlangt; wie von jeder anderen Religion auch, die Konvertierung deren Anhänger zum Islam, so auch beim Judentum. Das ist aber kein Antisemitismus. Der Antisemit sieht in dem Juden das verwerfliche nicht in seiner Religion, die man nur ändern müsste, sondern in seiner Existenz. Solange der Koran von Juden nur die Konvertierung verlangt, ist dieser auch nicht antisemitisch.“

Die Antwort, dass Antijudaismus eine Form von Antisemitismus sei, ist hier schnell gegeben. Auch ein Antijudaist hat ja was gegen Juden und will ihnen Böses.

Nun war ich aber dann doch am Überlegen, inwieweit so eine Aussage nicht auf mich selbst zurückfällt, denn ich schrieb erst kürzlich dieses:

„Was mich angeht, bin ich ein Philosemit in Bezug auf die großen Leistungen der Juden in Kultur und Wissenschaft weltweit und für mich ist Israel einer der am besten funktionierenden Staaten. Ich bin KEIN Philosemit in Bezug auf die Religion, da ich ein radikaler Atheist bin und alle Religionen für überholtes Zeug halte.“

Daraus könnte man jetzt konstruieren, dass ich ein Antijudaist sei und damit auch ein Antisemit.

Nun bin ich aber überhaupt kein Antisemit, ich habe Freude am Gedeih Israels, und ich habe auch keinerlei Interesse daran, gläubige Juden wegen ihres Glaubens zu verfolgen, zu missionieren, etc. Ich will ihnen noch nicht mal die Beschneidung untersagen.

Wenn aus Folgerungen am Ende etwas Falsches herauskommt, muss in den Prämissen oder der Folgerung etwas falsch sein.

Ich glaube, die Lösung ist Folgende: Der Koran an sich ist akademisch gesehen tatsächlich nicht antisemitisch, sondern „nur“ antijudaistisch. Ich habe daher in der Diskussion Alexander Recht gegeben.

Nun ist aber die nächste Frage: Wieviel Relevanz hat diese Erkenntnis für die Praxis? Denn nach wie vor ist mein Standpunkt:

a) Der Koran beschreibt eine aggressive Ideologie mit Tötungs- und Verstümmelungsbefehlen, in denen Juden und Christen besondere Erwähnung finden und demzufolge sogar noch heute, im 21. Jahrhundert, Verfolgung und Ermordung zu erwarten haben.

b) Der handelsübliche moderne Muslim macht keine Unterscheidung zwischen Volk und Religion, er hasst die Juden als Volk und will sie nicht missionieren sondern umbringen. Der moderate begnügt sich damit, sie vertreiben zu wollen.

Soll man nun, als Gegner dieser Ideologie, der Einfachheit halber weiterhin darauf beharren, dass der Islam/Koran „antisemitisch“ sei – in einem intellektuellen Gespräch kann man das ja präzisieren, wenn Bedarf besteht -, oder soll man diese Aussage um der akademischen Korrektheit Willen ein für alle Mal fallenlassen?

Update 11.10.2018: Zwei Überprüfungen später beharrt FB auf seiner ursprünglichen Einschätzung: „Ein Mitglied unseres Review-Teams hat bestätigt, dass dieser Beitrag unseren Gemeinschaftsstandards hinsichtlich Hassrede nicht entspricht. Niemand außer dir kann diesen Beitrag sehen.“

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From → Religion

One Comment
  1. Markus Lipp permalink

    Das ist in meinen Augen Haarspalterei.
    Ob man es so oder so nennt, es kommt das gleiche dabei heraus.
    Interessant ist dass die Muslime erst versuchen sollten, Juden und Christen zu missionieren. LOL

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