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Flüchtlinge – the big picture

by - 19. März 2016
Letzen Endes, so habe ich festgestellt, sind sich in den Diskussionen über Flüchtlinge, Zuwanderung etc. die meisten Teilnehmer einig, dass sie für sich und ihre Kinder eine friedliche Gesellschaft wünschen, in der man einander nicht wegen jedem Scheiß die Köpfe einschlägt, die Menschen sich nicht belügen und betrügen, der Staat keine totalitäre Macht ausübt und last but not least auch die Wirtschaft funktioniert, so dass Wohlstand wie man ihn kennt, gewährleistet bleibt. Rassist ist so gut wie keiner.

 

Wo die Meinungen dann sehr auseinandergehen, sind die Prämissen, auf denen Ängste fußen, Überlegungen und Prognosen aufbauen, und aufgrund derer man die Gesinnung und Intelligenz seines Meinungsgegners einschätzt. In der Regel hält man den, der anderer Meinung ist, für dumm und / oder böse. Aber das stimmt eigentlich gar nicht.

 

Natürlich gibt es massive Unterschiede in der Fähigkeit zur Argumentation. Vom verbohrten Welt- und Feindbild, das es einem unmöglich macht, zuzuhören und nur Stereotype und Beleidigungen artikulieren kann, bis zu extrem rationalen Persönlichkeiten, die sogar mal einen Irrtum zugeben, gibt es alles. Und sie sind auch nicht gleichwertig. Gerade in so wichtigen Angelegenheiten würde ich mir wünschen, dass nur noch letztere das Wort haben. Leider scheint es gerade andersherum zu sein.

 

Moralische Verpflichtung

 

Es sagen viele, wir hätten die Verpflichtung, Flüchtlinge aufzunehmen. Sei es aus christlicher Nächstenliebe, oder anderen ethischen Erwägungen. Zum Beispiel wird gern ins Feld geführt, dass Deutschland Waffen an die Diktatoren / Terroristen liefert, die dann damit Krieg spielen, was zu Flüchtlingsströmen führt, und es ist ein Unding, dass wir dann diese Flüchtlinge auch noch abweisen.

 

Andere Standpunkte zweifeln es an, dass Deutschland ausgerechnet Assad oder dem IS oder wem auch immer da unten die Waffen liefert.

 

Wie sich das genau verhält, kann ich auch nicht sagen. Mein Standpunkt geht davon aus, dass dies durchaus möglich ist. Und wenn dem so ist, dass es eine Riesenschweinerei ist.

 

Deswegen fühle ich mich persönlich aber in keiner moralischen Pflicht. Ich habe diese Waffenlieferungen weder gewollt – im Gegenteil – noch verdiene ich daran. Ich werde also auch nicht für daraus entstehende Schäden haften. Was mich allerdings sehr verwundert: Wieso werden die Parteien, die dafür verantwortlich sind, weiterhin gewählt, von eben denen, die diese Waffenpolitik verurteilen? Wo bleibt der Skandal, wenn wieder mal neue Waffenexporte in zweifelhafte Länder genehmigt werden? Für die Dämonisierung der AfD wird jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben: Jetzt hat der und der schon wieder das und das gesagt! Aber die echten Verbrechen gegen die Menschlichkeit verschwinden auf Seite 3, wenn sie denn überhaupt thematisiert werden.

 

Wem wird geholfen und warum?

 

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass es eine gute Sache ist, humanitäre Hilfe zu leisten, wenn es in der Welt irgendwo kracht und Leute um Leib und Leben fürchten müssen, leiden, hungern, wasweißich. Und ich bin auch dafür, jemandem Asyl zu gewähren, der in seinem Heimatland gemobbt wird für Eigenschaften, wegen derer wir auch gemobbt werden würden, wenn wir in diesen Ländern leben müssten.

 

Ich bin ebenso der Ansicht, dass die zu uns strömenden Menschenmassen nur zu einem kleinen Teil diesen Kriterien entsprechen. Gerettet hat Deutschland letztlich keinem einzigen Flüchtling das Leben. Diese Zahl ist schon beeindruckend. NULL. Sie alle kamen über andere Länder, in denen sie bereits in Sicherheit waren. Ich unterstelle ihnen als Motivation, dass es ihnen vor allem um ein besseres Leben ging, und ich sehe zahlreiche Berichte, die diesen Standpunkt untermauern.

 

Andere Standpunkte sehen das anders. Sie argumentieren, dass nur für ein besseres Leben doch keiner so große Strapazen und Gefahren in Kauf nehmen würde. Oder sie erkennen an, dass die Flüchtlinge vor Armut flüchten, aber dass das ja legitim sei und wir in der moralischen Pflicht seien, etwas von unserem Wohlstand zu teilen mit denen, die weniger Glück hatten.

 

Ich sage auch, dass Deutschland ein mieses Spielchen treibt. Es verspricht den Arabern das Paradies auf Erden, wenn sie herkommen (Sogwirkung der Sozialleistungen, Werbefilmchen, etc.), zugleich sind alle legalen Einreisemöglichkeiten (z.B. mit den Flugzeug, Zug oder normalen Fährdiensten) blockiert. Wer hierher will, ist gezwungen, sich für Unsummen zwielichtigen Schleppern anzuvertrauen, in marode Boote zu steigen und Fußmärsche durch bergige Landschaften zu bewältigen. Wenn ich also sage, dass Deutschland keinem einzigen Flüchtling das Leben gerettet hat, dann muss ich noch hinzufügen, dass diese seltsame „offene-Grenzen-Politik“, die eigentlich gar keine ist, bisher sogar Flüchtlingen das Leben kostete. Auch hier wieder: Wo bleibt der Skandal? Der Aufschrei?

 

Integration und Zuwanderung

 

Die begriffliche Trennung von Asylsuchender, Flüchtling und Zuwanderer ist momentan aufgehoben. Jeder, der aus einer Region herkommt, wo die Dinge nicht so gut laufen wie bei uns, gilt als alles. Die Frage, was mit all diesen Menschen passieren soll, wird auf diese Weise sprachlich verdrängt. Es gibt scheinbar nur die beiden Möglichkeiten: Entweder sie bleiben für immer hier, samt Nachkommenschaft, oder sie sollen sofort wieder weggeschickt werden. Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit: Sie bleiben nur vorübergehend, bis das Problem in ihrer Heimat gelöst ist. Und eigentlich mindestens noch eine vierte: Den Leuten helfen, ohne sie ins Land zu lassen. Also Außenposten der Humanität schaffen.

 

Mein Standpunkt ist, dass wir nicht jeden aufnehmen und versorgen können, der her will. Es ist keine Frage von Wollen oder Sollen oder Ethik – das GEHT schlicht und einfach gar nicht! Also müssen wir uns überlegen, wen wir über die Grenze lassen und wen nicht. Und wir müssen uns überlegen, was mit denen geschehen soll, die wir über die Grenze lassen: In die Mitte der Gesellschaft lassen (Integration) oder nicht, weil es ja nur vorübergehend sein soll.

 

Mein Standpunkt ist, dass wir die, die wir nicht integrieren wollen, auch nicht hereinlassen sollten, weil es zu einem Problem werden kann, sie wieder wegzuschicken, wenn die Zeit gekommen ist, sie wegzuschicken. Was nicht heißt, dass wir niemanden hereinlassen sollen, keineswegs. Umgekehrt müssen wir dann diese aber auch integrieren.

 

Aber was bedeutet das eigentlich?

 

Das Wort Integration bedeutet für jeden etwas anderes. Mein Standunkt ist, dass Integration nicht von selbst kommt und eingefordert werden muss, und dass sie auch immer zu einem guten Teil Assimilation bedeutet. Andere sehen das anders und finden, dass Assimilation eine Menschenrechtsverletzung sei. Für mich ist diese Assimilationskomponente der Integration sehr wichtig, weil es kulturelle Inkompatibilitäten gibt. Und damit meine ich nicht, dass andere Kulturen ihren Tee anders zubereiten oder andere Arten von Parfüm verwenden. Ich meine Inkompatibilitäten mit Aufklärung, Menschenrechten und Grundgesetz. Die gibt es nach Ansicht vieler Flüchtlingsfreunde nicht oder nur in geringem Einzelfallmaße. Das sehe ich anders. Und schon kann man hierüber auch wieder trefflich streiten. Nur ist dies kein Streit auf rein theoretisch-akademischer Ebene, es geht um die Zukunft des Landes, die ich gefährdet sehe, wenn wir solche kulturellen Eigenheiten leugnen bzw. dulden und solche Inkompatiblem massenhaft ins Land lassen und sie hätscheln. Und das bringt dann natürlich eine gewisse Komponente der Angst bzw. auch Wut in die Diskussion, die der Sachlichkeit nicht förderlich ist.

 

Islamisierung

 

Das hätte ich auch unter dem Stichwort Integration (kulturelle Inkompatibilität) erwähnen können, aber ich mache mal einen eigenen Punkt daraus.

 

Mein Standpunkt ist bekannt. Ich lehne den Islam als faschistische Kriegsideologie ab und bin der Ansicht, dass er im 21. Jahrhundert nichts verloren hat und es ein folgenschwerer Fehler ist, ihm unter der Pseudodifferenzierung „Islam / Islamismus“ in Europa die Ausbreitung zu ermöglichen.

 

Andere Standpunkte sind hier der Ansicht, dass der Islam sich ja gar nicht ausbreitet (Islamisierungsleugner, für mich noch schlimmer als Holocaustleugner) bzw. dass er ja gar nicht so schlimm ist. Und das ist etwas, das man eigentlich ganz gut falsifizieren kann, deswegen lohnt es sich, darüber zu diskutieren, auch wenn man immer wieder auf extrem faktenresistente Diskussionsgegner trifft, die einen zur Verzweiflung bringen.

 

Der Islam ist eigentlich die Mutter der kulturellen Inkompatibilität. Solange jemand Allah im Kopf hat, ist es völlig sinnlos, ihm etwas von Grundgesetz, Menschenrechten etc. zu erzählen. Denn was im Koran steht, steht über dem Gesetz der Menschen. Und dann ist ja noch die Sache, dass die Muslime sich nicht mit Nichtmuslimen vermischen dürfen bzw. es auch nicht wollen, deswegen bilden sie Parallelgesellschaften. Ich halte deswegen Muslime für generell unfähig, sich zu integrieren / assimilieren und für eine tickende Zeitbombe in unserer westlichen Zivilisation.

 

Wie gesagt, das kann man anders sehen.

 

Demographischer Wandel, Überfremdung

 

So wie man die Islamisierung leugnet, kann man auch den demographischen Wandel leugnen. Ich sage, er findet statt. Die Deutschen werden immer weniger, die Nichtdeutschen immer mehr. Irgendwann sind die Deutschen in der Minderheit, das ist keine Frage des Ob, nur des Wann. Das alleine sollte nicht stören, sofern man kein Rassist ist. Ich bin keiner. Von mir aus kann Europa im Jahr 2200 überwiegend von Schwarzen oder Arabern oder Asiaten bevölkert sein, von mir aus kann sich auch alles homogen durchmischt haben, Völkerwanderungen und Völkerverschiebungen sind Bestandteil der Weltgeschichte.

 

Was ich ein wenig verstehen kann, ist, dass wenn dieser Prozess zu schnell geht, Menschen das Gefühl bekommen, in ihrer eigenen Heimat Fremde geworden zu sein und sich nicht so recht wohlfühlen. In Deutschland in seinem Heimatort in einem Mietshaus zu wohnen, wo man der einzige Deutsche ist und auch der Vermieter ein Nichtdeutscher, das ist schon ein gruseliges Gefühl. Es wäre keins, wenn man das von Kindesbeinen so gewohnt wäre, und wenn die Nichtdeutschen einem nicht zum Teil auch unheimlich wären.

 

Auch hier liegt das Problem nicht in rassistischen Gesichtpunkten, sondern in der oben angesprochenen kulturellen Inkompatibilität bzw. dem Islam. Die Rasse ist eigentlich egal, aber die Weltanschauung ist es nicht. Nahezu niemand hier hat ein Problem mit Japanern, Indern, Chinesen, Koreanern oder Südsudanesen – oder arabischen Exmuslimen! Dafür habe ich eins mit Gestalten wie Pierre Vogel, der zwar Deutscher ist, aber eben ein sehr aktiver Muslim.

 

Wenn man heute in die Schulen geht, sieht man die Zukunft des Landes: Die Inkompatiblen stellen bald die Mehrheit. Jetzt noch mal eben fünf Millionen Flüchtlinge mit Familiennachzug aus islamischen Ländern aufnehmen, dann kriegen wir diese Mehrheit noch alle vor unserem Tode, ja noch vor unserer Berentung.

 

Mein Standpunkt ist: Ich will das nicht.

 

Falls ihr es noch nicht wisst: Ich habe auch einen Migrationshintergrund. Aber das werdet ihr mir nicht ansehen. Ich bin assimiliert. Weil mir dieses Land und seine Menschen immer gut gefallen haben und ich mich hier wohlfühlte. Weil ich für das, was ich bekommen habe, etwas zurückgeben möchte.

 

Erst in den letzten Jahren, wie ich sehe, dass dieses Land moralisch wie intellektuell rapide den Bach runtergeht, werde ich mir zunehmend meines anderen Wesens bewusst und fühle mich mehr und mehr wie ein Beobachter des Treibens statt als Betroffener. Wenn hier mal syrisch-irakische Verhältnisse herrschen, werde ich einen Rückzugsort haben, an den ich jederzeit gehen kann. Aber ich möchte das nicht. Ich möchte gerne mithelfen, dass dieses Land NICHT kaputtgeht.
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From → Politik

One Comment
  1. Sehr schöner Artikel, indes besteht die Gefahr für mich darin, daß ich wenn ich „Helfe“ sehr bald selbst kaputt gehe, es scheint mir ein Kampf eines Don Quichote zu sein.

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