Skip to content

„Unterschicht“

by - 4. Oktober 2015

Aus verschiedenen Gründen bin auch ich gegen die Verwendung von Begriffen wie „Unterschicht“, „Mittelschicht“ und „Oberschicht“. Es sind Wertungen darin enthalten, die dem Gesamtaspekt der gesellschaftlichen Probleme bisweilen nicht gerecht werden.

Bildung und Intelligenz sind nicht dasselbe, Bildung und Einkommen noch viel weniger, Bildung, Einkommen und Herkunft sind auch nicht sinnvoll gruppierbar.

Ich höre da manchmal die Frage, wie ich es denn dann stattdessen nenne.

Ich nenne es nicht „stattdessen“. Ich sehe hier keine sinnvolle Gruppierbarkeit, d.h. ich habe das Problem nicht so sehr auf der Ebene des Wortes als mehr des Inhaltes.

Zwischen Bildung und Einkommen gibt es beispielsweise eine Korrelation, sogar zwischen Bildung und Einkommen der Eltern, aber das ist eine fließende Skala ohne harte Grenzlinien und mit unzähligen Ausnahmen.

Im Wort „Unterschicht“ gibt es eine Reihe von Klischees, wie Kinderreichtum, Dummheit, Armut, Bosheit.

Ich kann eine „Unterschicht“ nicht klar abgrenzen, darum will ich auch mit keinem solchen Begriff operieren.

In Schichten zu denken ist übrigens ganz ähnlich wie in Rassen zu denken. Mir ist beides vollkommen fremd.

Ich lese dann wieder oft den Einwand: Gruppen aufgrund ihrer Religion zu kategorisieren sei doch ähnlich.

Und das ist es keineswegs! Religion ist etwas, das direkt und unmittelbar damit zu tun hat, wie ein Mensch denkt und die Welt sieht.

Wer sich für den Koran begeistert, trägt in meinen Augen einen ähnlich großen psychischen Makel wie jemand, der sich für „Mein Kampf“ begeistert. Das heißt nicht, dass ich ihn mobben will, mein Motto ist „leben und leben lassen“, aber ich möchte auch nicht, dass er je irgendwas über mein Leben zu bestimmen hat, und das Gebot der Menschlichkeit besagt auch, dass ich ihn daran hindern muss, dass er jemals etwas über andere Menschen zu bestimmen hat.

Advertisements

From → Politik

2 Kommentare
  1. Steffi permalink

    Mobbing kommt von mob. Man kann als einzelner niemanden mobben. Klugschiss des Tages 🙂

    • Demnach sind auch in Bienenstich Bienen und Stich verarbeitet? 😉

      Außerdem ist es sehr vielschichtig, wenn ich davon rede, dass ich jemanden mobben will oder eben nicht. Vielleicht tue ich das ja in einer Gruppe oder durch Aufhetzen einer Gruppe.

      Der Satz besagte letztlich nur, dass wenn ich irgendeinen Einfluss oder irgendwelche Möglichkeiten hätte, ich dieses Potenzial nicht dazu benutzen würde, jemanden wegen seiner Religion zu schikanieren.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: