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Die Ehe – ein paar Gedankenfetzen zum Thema

by - 5. Juni 2015

Mann und Frau können Kinder erschaffen und sorgen so für den Fortbestand der Population. Gesellschaften, die patriarchale Strukturen fördern, setzen sich im Konkurrenzkampf besser durch. Wir aufgeklärten Westler zum Beispiel haben Frauenarbeit und vereinfachte Trennungsbedingungen implementiert, und die Homoehe kommt sicher auch, das ist menschenrechtlich alles ganz toll, aber das bezahlt diese Gesellschaft durch Schrumpfung bis hin zum Aussterben.

Wenn einem das langfristig nicht egal ist (dauert sehr viele Generationen), dann muss das Gesellschaftsmodell auf neue Grundlagen gestellt werden. Die religiösen Grundlagen sind ja weggebrochen. Dabei ist nicht die Ehe das, was eigentlich interessant ist, sondern die Fortpflanzung und die Versorgung der Kinder mit Nahrung und Bildung. Heirat an und für sich braucht nicht staatlich privilegiert zu werden, weder steuerlich noch sonstwie, weder Homo- noch Hetero. Das ist reine Privatangelegenheit.

Der Faktor Kind ist derjenige welche. Wenn sich Männer und Frauen zusammenschließen, um Kinder zu zeugen, das muss schon irgendeiner Regulierung unterliegen. Und da würde ich dann auch Trennungen nicht so leicht machen. Da man es einem zerstrittenen Paar nicht zumuten kann, weiter zusammenzuleben, würde ich auf positve Anreize setzen. Sehr viel höheres Kindergeld, Intelligenzbonus, Arbeitsplatz-Erleichterungen und Privilegien.

Homo-Paare können keine Kinder zeugen, aber sie können gerne welche adoptieren, es gibt ja genug elternlose Kinder und für die ist ein familiäres Umfeld besser als irgendwelche staatlichen Verwahrungsanstalten. Dafür kann man den Homo-Paaren dann auch Vergünstigungen anbieten. Gerechterweise wären die allerdings nicht ganz so weitreichend wie bei den Paaren, die die Kinder selbst hergestellt haben.

Alternativmodelle wie Polygamie, Polyandrie und Patchworkfamilien müssen dabei auch in die Diskussion einbezogen werden. De facto gibt es das inzwischen sowieso zu Hauf, es liegt halt nur keine Subvention drauf.

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From → Philosophie, Politik

2 Kommentare
  1. Vielen Dank für den Beitrag, ich mag die unverblümte Direktheit deines Schreibstils… nicht irgendwie „wissenschaftlich“, aber eben einfach „Gedankenfetzen“…

    Zum ersten Abschnitt: Das ist ja gewissermaßen eine Argumentation mit Evolution, oder? Anarchie im internationalen Raum, wo sich der Stärkste nur durchsetzt… Von moderner Reformrichtung hört man ja immer so Modelle, dass Rückgang der Geburten (Homo-Ehe etc.) problemlos zu kompensieren wäre, wenn man fehlende Menschen durch Einwanderung z.B. in das Land holt (oder bedürftige Kinder von andrerorts adoptiert)… das Argument geht nicht mehr davon aus, dass man einen „eigenen Kulturkörper“ aufrecht erhalten muss, sondern will sozusagen Ländergrenzen (und Kulturgrenzen) relativieren und globaler Denken…

    Ich habe zu der Thematik noch keine festgelegte Meinung. Fällt dir da vielleicht noch etwas zu ein?

    Vielen Dank nochmals für den Beitrag! 🙂

    • Auch ich bedanke mich. Für den Kommentar.
      Ja, es gibt die offizielle Doktrin der Leitparteien, dass man nun aus dem Ausland Menschen ins Land holen soll, weil die Menschen im Land wegen Geburtenrückgang weniger werden.
      Und es gibt Leute, die dem (zu Recht) entgegensetzen, dass das aber zu einem Bevölkerungsaustausch und Kulturverlust führt. Dass man zum Fremden in der eigenen Heimat wird. Und die dann lieber die Geburten im eigenen Land forcieren wollen.
      Aber keiner von beiden stellt die Frage, was denn so schlimm daran sei, wenn die Bevölkerung schrumpft. Österreich hat nur 7 Millionen Einwohner, Holland 10, Schweiz 8. Geht es diesen Ländern deswegen mies?

      Die Leitparteien habe wahrscheinlich andere Motive als man es uns im Staatsfunk erzählt. Sie sagen uns, wir brauchen Fachkräfte und Leute, die in die Rentenkasse einzahlen. Ja gut, meinetwegen, klingt plausibel – nur: Warum holen wir dann in erster Linie Leute ins Land, die nichts können und auf dem Arbeitsmarkt nicht den Hauch einer Chance haben und de facto außer religiösem Fanatismus nichts Fachliches zu bieten haben?
      Mehrere Politiker haben früher mal ihre Pläne offen dargelegt, so wie Hitler es in „Mein Kampf“ getan hat, lange bevor er an die Macht kam. Und so wie Hitler, als er dann ander Macht war, sein zweites Buch lieber nicht veröffentlicht hat, weil es zuviel über seine Absichten verraten hätte, so hört man über die früheren Aussagen mancher Politiker heute nur noch im Internet etwas, wenn man Seiten besucht, die man eigentlich nicht besuchen darf, wenn man als unverdächtig gelten will. Da ist immer wieder ein Wille zum Austausch der Bevölkerung zu erkennen, um teilweise recht wahnwitzige ideologische Projekte durchzuziehen.
      Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu sehen, dass das, was die Politiker sagen und tun, zweierlei ist, und dass das, was sie früher mal äußerten, sehr viel mehr Sinn und Zusammenhang mit ihrem Tun ergibt als das, was sie heute äußern.

      Opposition und Dissidenten sind in viele kleine Grüppchen zersplittert, zum Teil mit eigenen Altlasten wie Antisemitismus, Homophobie und Nationalistismus. Aber man bekommt im Wesentlichen obige Klagen über Überfremdung und Kulturverlust zu hören. Das ist durchaus berechtigt, aber wirr vorgetragen und bietet Angriffsfläche zur Abstempelung in irgendwelche Schubladen (Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Nazi), so dass man sich mit ihren Argumenten gar nicht mehr auseinandersetzen muss. Falls dch, lassen sich ihre Argumente oft leicht auseinandernehmen, weil ihre Gedankengänge vollkommen inkonsequent sind.

      Die meisten Menschen wissen nicht, was sie eigentlich wollen. Präziser ausgedrückt, können sie das, was sie wollen, nicht reflektieren und noch weniger in klarem Deutsch formulieren. Das heißt keineswegs, dass sie nichts wollen. Aber sie wissen über ihre eigenen Denkmuster ebensowenig wie über die Biochemie, die in ihrem Verdauungsapparat abläuft. Dazu schreibe ich noch einen eigenen Artikel.

      Wie auch immer. Mir macht Überfremdung in erster Instanz nichts aus. Ob meine Nachbarn weiß sind oder schwarz und ob sie Heavy Metal oder arabische Geigen hören, ist mir so was von egal. Und wenn die deutsche Bevölkerung irgendwann mit der des Nahen Ostens und Afrikas zu einer homogenen hellbrauenen Rasse verschmilzt, ist mir das auch vollkommen egal.

      Es gibt jedoch etwas, das mir nicht egal ist. Und das sind gewisse Grundwerte unserer Kultur, die da sind: Freiheit, insbesondere Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit, und Menschenrechte. Die sehe ich untergraben durch den Zuzug und die Vermehrung von Klerikalfaschisten. Von mir aus Verschmelzung, aber dann soll es bitte in 100 Jahren in Syrien so aussehen wie bei uns und nicht bei uns wie in Syrien. Eben das wird aber passieren, wenn wir die zugezogenen Klerikalfaschisten nicht assimilieren, sondern uns ihnen anpassen. Das ist eine so simple logische Folgerung, dass jedes Kind sie nachvollziehen kann.

      Wenn ich jetzt Herrscher wäre (unabdingbare Voraussetzung für das folgende Gedankenspiel), könnte ich versuchen, die eigene Bevölkerung zu mehr Geburten zu animieren, damit die Träger unserer Kultur nicht zur Minderheit werden. Aber die Klerikalfaschisten vermehren sich auch, und am Ende haben wir eine Überbevölkerung mit neuen Problemen.
      Meine Lösung wäre daher: Klerikalfaschisten aus dem Land entfernen. Aus Europa entfernen. Natürlich nicht umbringen, nein. Aber ihnen ein Ticket nach Osten kaufen und dann die Grenzen dichtmachen. Klingt immer noch grausam, gelle? Gut, ich hätte noch eine andere Lösung anzubieten: Wenigstens keine neuen Muslime mehr ins Land lassen und im Land Reformen einleiten. Islam verbieten (auf gleiche Stufe mit dem Nationalsozialismus in der Behandlung stellen), Moscheen schließen und an den Schulen eine konsequente Umerziehung der Kinder durchführen. Westliche Werte wieder als das höchste aller Güter hochhängen und Schluss mit Relativierung. Muslime dürfen keinen Zugang mehr zu Ämtern haben, nicht wählen, und wer straffällig wird, der kriegt dann aber wirklich das Ticket.

      Sollte dies funktionieren, dann schrumpft die Bevölkerung eben. Aber sie schrumpft im Guten. Die Faschisten in Syrien, Saudi-Arabien und bald der Türkei können ja gerne weiter wachsen, aber sie tun es weit weg.

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