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Gedankensplitter: Erkenntnistheorie

by - 3. Mai 2015

Die Rubrik „Gedankensplitter“ beinhaltet Beiträge, die nur sehr kurz sind. Spontane Gedanken, die mal eben schnell notiert wurden.

Wenn das Gehirn in der Lage dazu ist sich selbst anzulügen …
Kann es dann Wahrheit geben? Beziehungsweise kann man sie als solches erkennen?

Ich habe dieses Problem für mich wie folgt gelöst:

Ich überprüfe mein Bild von der Welt ständig auf Widersprüche und Unstimmigkeiten. Sollte ich auf Widersprüche stoßen, arbeite ich mich an ihnen ab, bis sie gelöst sind.
Ich gehe in meinem Tun und Denken davon aus, dass es eine Wahrheit gibt und ich in der Lage bin sie zu erkennen. – Und dass die meisten meiner Mitmenschen dazu nicht in der Lage sind!

Ich habe in einem hinteren Winkel meines Seins eine Ecke dafür reserviert, was wäre, wenn ich mich irre.
Nun, in dem Fall habe ich eben Pech gehabt.

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2 Kommentare
  1. Widerspruchsfreiheit als Kriterium für Wahrheit scheint mir ganz gut zu sein. Da „Letztbegründung“ mir bisher nicht gelingt, baue ich auch auf auf diese Kohärenz auf.

    Was ist denn dieser hintere Winkel des Seins für den Irrtumsfall? Da bin ich neugierig. Mein Leben baut auf die Hoffnung auf, dass Erkenntnis möglich ist.

    • „Was ist denn dieser hintere Winkel des Seins für den Irrtumsfall? Da bin ich neugierig.“
      Wie schon geschrieben: Dann habe ich eben Pech gehabt und bin verloren. Oder ein Arschloch. Oder ein Nichts. Was weiß ich.
      No risk no fun.
      Ich gebe zu, eine Auflösung der Realität, in der alles außer Kontrolle gerät und in jedem Moment alles sein kann, ob logisch oder nicht, ist eine der horrorhaftesten Vorstellungen, die ich mir ausmalen kann. Das ist wie mentales Waterboarding.

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