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Ostern und Weihnachten und überhaupt

by - 5. April 2015

Das Wort zum (Oster)Sonntag:

Es fanden ja Diskussionen statt zum Anlass, besonders zu Karfreitag, an dem es (kein Witz) ein Verbot von Tanzveranstaltungen gibt. Manche Menschen möchten solche Verbote als unzeitgemäß aufgehoben sehen, manche wollen gar die Feiertage komplett gestrichen sehen. Andere appellieren an die Rücksicht auf religiöse Gefühle, möchten religiöse Feiertage auf jeden Fall beibehalten, weil sie für unsere Kultur prägend sind und Gemeinschaftssinn herstellen. Und nicht wenige sind auch für die Einführung von islamischen Feiertagen.

Skeptiker werden geködert mit der Frage, ob sie lieber Feiertage wollen oder lieber an diesen Tagen arbeiten wollen. Wenn die Alternative so aussieht, fällt die Antwort sicher nicht schwer.

Aber wie wäre es denn mit nicht weniger sondern anderen Feiertagen?

Tag der Demokratie
Tag der Freiheit
Tag des Friedens (Enddatum des 2. Weltkriegs böte sich an)
Tag der Menschenrechte
Tag der Wissenschaft

Ich hatte kurz auch überlegt, alle Feiertage abzuschaffen und dafür den Leuten eine Woche mehr Jahresurlaub zu geben. Aber Feiertage zu haben ist besser, denn Feiertage haben tatsächlich etwas mit Zusammenhalt zu tun. Mit gemeinsamen Werten.

Und ich sag es ja nicht gerne, aber für solche Werte taugen weder das Christentum und schon gar nicht der Islam. Überhaupt keine Religion, denn wir Europäer sind dank der Aufklärung und Säkularisierung schon einen großen Schritt weiter. Religion ist ein Rudiment der Vergangenheit, wie das römische Reich oder Stadtmauern. Sie bilden die Fundamente unserer gegenwärtigen Kultur, sind aber nicht mehr unsere Kultur. Unsere Kultur ist inzwischen atheistisch-humanistisch geprägt, und nur Ewiggestrige wollen das nicht wahrhaben.

Seien wir doch mal ehrlich. Selbst die höchsten christlichen Feiertage sind seit Jahrzehnten säkularisiert. Ostern ist das Fest des Hasen und der Eier, Weihnachten das Fest des Weihnachtsmannes und des Tannenbaumes. Und wer mir hier widerspricht, den muss ich fragen, ob er wohl seit 1945 seine Gummizelle nicht mehr verlassen hat.

So, und nun gehe ich Eier suchen. Aber nicht die von Jesus.

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