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Ho Ge Sa

by - 28. Oktober 2014

Es geht um die Demonstration „Hooligans gegen Salafisten“, die vor 2 Tagen in Köln stattfand. Ich war nicht dabei, muss mich daher auf das stützen, was die Medien dazu zu sagen haben.
Hooligans sind bekannt als prügelreudige Fußballfans. Hier haben sich die ansonsten untereinander verfeindeten Vereine zusammengetan, um gegen Salafisten zu demonstrieren. Das ist doppelt ungewöhnlich. Sowohl dass sie zusammenarbeiten als auch das Nicht-Fußball-Thema. Aber gut. Warum nicht. Mich persönlich freut es, dass wenigstens IRGEDNWELCHE mal gegen Salafismus öffentlich demonstrieren.
Nach dem, was die Mainstream-Medien berichteten, wurde die Aktion von „Rechtspopulisten“ und „rechtsxtremen Parteien“ aufgebaut und gefördert.
Nach dem, was die Mainstream-Medien berichteten, geriet die Veranstaltung schon bald außer Kontrolle. Was schon damit anfing, dass anstatt der erwarteten 1500 Hools gleich 4500 anreisten. Die Hoologans, der Einfachheit halber gleich „Nazis“ genannt, griffen dann im Verlauf Passanten an und randalierten, so dass die Polizei Wasserwerfer einsetzen musste und sich eine Schlacht mit den Nazis lieferte und dabei wurden 17 Polizisten verletzt, einer davon schwer. Dazu ein Bild von einem umgeworfenen Polizeifahrzeug der mittelgroßen Sorte (Kleintransporter).
Die Politiker diskutieren bereits über weitreichende Einschränkungen des Demonstrationsrechts. Denn das ist ja unerhört und sowas dürfen wir nicht zulassen!
Nun ja. Selbst wenn man im Herzen auf Seiten der Demonstranten ist (war?), kommt man nicht umhin, bedauernd zur Kenntnis zu nehmen, dass Gewalt keine Lösung sein kann und man sich damit ins eigene Knie geschossen hat.

Doch halt. Nicht so hastig. Da sind ein paar Merkwürdigkeiten.

1. 4500 randalierende Nazis, 17 verletzte Polizisten und ein umgeworfenes Polizeiauto – aber sonst keine Verwüstung? Keine verletzen Zivilpersonen? Nicht mal eine eingeschlagene Fensterscheibe?

2. Wieso wurden die Überwachungskameras, die in der Kölner Innenstadt angebracht sind, für den Anlass alle abgeschaltet?

3. Berichte von Augenzeugen erzählen eine komplett andere Geschichte als die Zeitungen und das Fernsehen.

4. Allmählich in Umlauf sickernde Privat-Videos erzählen auch eine andere Geschichte.

Was ich von den privaten Augenzeugen lese, ist relativ konsistent und besagt: Es gab keinerlei Naziparolen und keinerlei Ausschreitungen. Was es gab, was der Ruf: „Wir wollen kei-ne / Salafistenschwei-ne!“ und „Wir sind das Volk!“ (Woran erinnert mich das nur …?) Provokationen soll es wohl von Seiten der gleichzeitig zugelassenen Gegendemostration (500 Teilnehmer) gegeben habe. Und dann geschah etwas höchst Merkwürdiges: Die Polizei leitete die Demonstrenten auf den Breslauer Platz (großer Platz vorm Hauptbahnhof) und riegelte die Ausgänge an. Dann forderte sie die Demonstranten auf, den Platz zu verlassen, was diese aber wegen der Absperrung nicht tun konnten, und dann kamen die Wasserwerfer.
Grotesk? Nun, ich habe inzwischen ein paar Videos gesehen, die diese Variante der Geschichte stützen. Und da ich weiß, wie verlogen Medien sein können, auch in unserem Land, wundert mich gar nichts.

Zu den Videos noch ein Beispiel, das ich herauspickenswert finde: Es ist betitelt mit „Nazi-Hool-Angriff auf Anwohnerinnen in Köln“.

Der Titel ist komplett irreführend. Es sind keine Naziparolen zu hören und es werden auch keine Anwohner angegriffen.
Irgendwas Komisches passiert dennoch in dem Video, der skandierende Zug durch die Straße wird unterbrochen, um sich vor dem Haus, aus dem gefilmt wird, aufzustellen. Was die Polizei zurückdrängt.
Was das Video nicht beantworten kann: Was ist die Ursache dafür, dass die Demonstranten für das Haus plötzlich dieses Interesse zeigen? Ich gehe davon aus, dass es da irgendeine Provokation gegeben hat, weil mir die Vorstellung, einfach nur mal so zu irgendeinem Haus zu laufen, sinnlos vorkommt.
Und ganz am Ende des Videos fliegt irgendwas Brennendes, Explodierendes in die Menge. Eindeutig vom Haus aus geworfen oder geschossen.
Sehr aufschlussreich.
Aber das Video ist betitelt mit „Nazi-Hool-Angriff auf Anwohnerinnen in Köln“. Warum?
Nun, dieses Prinzip kenne ich auch aus anderen tendenziösen Berichterstattungen. Sie setzen darauf, dass eine reißerische Überschrift bereits den Kunden auf die richtige Sichtweise ein-nordet. Und das funktioniert auch leider sehr gut, da nur die wenigsten Menschen sich danach einen Artikel genau durchlesen oder ein Video genau ansehen. Die erzählen ihren Freunden dann: „Klar waren das gewalttätige Nazis, guck doch mal dieses Video!“
Schade, dass Menschen so dumm sind. Wirklich schade.

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From → Politik

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