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Mythos Monokausalität

by - 10. Oktober 2014

Eine Sache, die in der Schule nicht gelehrt wird, ist, dass das Universum nicht monokausal funktioniert. Die meisten Menschen haben ein monokausales Weltbild. Mit diesem primitiven Modell lässt die Welt sich jedoch nicht begreifen.
Alles, was geschieht, geschieht aus einem Mix von mehreren Gründen, die zusammenkommen. Und alles, was der Mensch tut, beruht auf einem Mix verschiedener Motive, die sich wie Bäche zu einem Fluß vereinigen, der dann erst die Kraft hat, etwas mit sich zu reißen (also zu einer Handlung führt).

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From → Philosophie

6 Kommentare
  1. Das eine Monokausalität in der Schule gelehrt wird würde ich widersprechen. Es wird viel mehr in kleinen Produkthappen gelehrt, die wiederum selbst nicht Monokausal sind.

    Betrachtet man die Zeitgeschichte, kann man aber doch schon feststellen das es ein monokausales Dogma existiert und zwar die des kapitalistisches Wirtschaftssystems.

    • Ich habe nicht gesagt, dass in der Schule die Monokausalität gelehrt wird. Nur wird eben auch die Multikausalität nicht gelehrt. Es wird über solche Themen gar kein Wort verloren.

      Den Satz mit den kleinen Produkthappen verstehe ich nicht. Wenn du magst, bitte ich um eine etwas nähere Ausführung dieses Gedankens.

      Ebenfalls sehe ich nicht, was an der Lehre vom Kapitalismus so beispielhaft für das monokausale Denken sei. Auch hier wäre eine Erläuterung ganz sinnvoll.

  2. Sozialistenfresser permalink

    Vor allem anderen empfehle ich dem „Querdenker“ zur Abrundung seines erfreulich klaren Denkens, doch auch mal DAVID HUME zu beachten.

    Kausalität gibt es in der Natur nämlich ebensowenig wie etwa Finalität.
    Die sog. „Kausalität“ beruht (wie vieles andere bis hin zum Glauben an Götter und Gespenster) ebenfalls bloß auf einer anthropomorphen Interpretation der Umwelt.
    In der Realität existiert nichts dergleichen.

    Was wir (mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit) feststellen können, sind gewisse Regelmäßigkeiten unter sonst (scheinbar) „gleichen“ Bedingungen.
    Wußte wohl auch schon Aristoteles.
    Und sieht wohl jeder, der sich das oberflächlich formulierte Kausalaxiom mal etwas genauer unter die Lupe nimmt.

    • Kausalität ist – wenn man so will – tatsächlich nur ein Weltmodell von vielen. Aber eines, das für den Alltagsgebrauch im Leben durchaus praktisch ist.
      Was wäre denn ein besseres alternatives Modell und – ganz wichtig – WARUM wäre es besser?

      • Sozialistenfresser permalink

        @Querdenker

        Unter rein praktischen Aspekten sehe ich das genauso wie Sie. Wir sind uns in Sachen Kausalaxiom als einem praktischen „Modell“ für den Alltagsgebrauch also wohl vollkommen einig.

        Ursache und Wirkung sind also quasi eine Bildersprache, die man nicht allzu wörtlich nehmen darf.

        Damit gehören aber auch die ewigen Diskussionen um den wirklichen oder vermeintlichen Widerspruch zwischen Kausalität und Willens-Freiheit in das Reich unlösbarer Probleme.

        Wir können dazu weder im einen noch im anderen Sinne verläßliche Aussagen machen.
        Und worüber man nicht reden kann….

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