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Speisegebote – oder: Was hat der Islam gegen Schweine?

by - 18. April 2014

Speisegebote sind Gebote, die von den Mitgliedern einer Gemeinschaft verlangen, bestimmte Speisen zu meiden, oder sie nur auf eine bestimmte Art und Weise zuzubereiten und zu verzehren.
Als erstes Beispiel fallen dem werten Leser sicher da die Mohammedaner ein, die kein Schwein essen dürfen, sonst kommen sie in die Hölle. Wer in der Schule aufgepasst hat, kann gewiss ein noch besseres Beispiel nennen, nämlich die Juden, die noch strengere Speisegesetze haben. Diese ganze Schweinesache geht auf das AT zurück, wo etwas über Tiere mit gespaltenen Hufen und Wiederkäuer gefaselt wird. Im Christentum (das in der Apostelgeschichte einen Aufhebungsparagrafen für die AT-Speisegesetze enthält) finden sich auch noch Rudimente, wie zum Beispiel die Sache mit Freitags und Fisch, oder dass Pferdefleisch Heidenspeise ist.
Aber warum ist das eigentlich so? Wie kommen diese Elemente in die Religion? Was hat das mit dem Glauben an Gott etc. zu tun, was man isst?
Den Ansatz, dass bestimmte Speisen gesundheitsschädlich sind oder waren, können wir gleich ad acta legen. Was tatsächlich gesundheitsschädlich ist, isst man auch ohne Speisegebote nicht, bzw. es gibt dafür gar keine Speisegebote.
Der Ansatz, dass der Mensch rund um den Globus einen Urglauben hat, dass er die Merkmale dessen annimmt, den er verspeist, ist da schon spannender. Die alten Germanen aßen geopferte Pferde, um deren Kraft zu erhalten (siehe oben, Heidenspeise). Kannibalismus beruht auch auf diesem Glauben. Selbst heutzutage ist dieser Glaube im Unterbewusstsein verankert, wenngleich „wissenschaftlich“ verbrämt. Da hilft auch der Hinweis nichts, dass mir vom Genuss von Huhn keine Flügel wachsen. Auf jeden Fall erklärten einige jüdische Gelehrte die Speisegebote in früheren Zeiten damit. Dass z.B. bei Genuss von Fleisch von Raubtieren der Mensch auch deren Eigenschaften annimmt. Wobei ich ja lieber ein Adler bin als ein Huhn und lieber ein Löwe als ein Schaf. Aber gut, meinetwegen.
Blut ist übrigens in vielen Religionen der Sitz der Seele, daraus leitet sich dann das Verbot ab, Blut zu verzehren. Auch das macht bei näherer Überlegung keinen Sinn, aber egal. Religion halt.
Im AT findet sich eine sehr schöne und interessante Erklärung: „Die Speisegebote erziehen uns zur Beherrschung unserer Gelüste. Sie helfen uns, unsere Wünsche zu kontrollieren und nicht Fressen und Saufen als Sinn des menschlichen Daseins zu sehen.“ So wird langsam ein Schuh draus. Und dann kommt doch noch ein gesundheitlicher Aspekt in die Sache: Wenn es nämlich Speisegebote gibt, egal welcher Ausgestaltung, dann findet ganz allgemein ein bewussterer Umgang mit der Ernährung statt, und das ist der Gesundheit förderlich.
Es gibt da aber noch einen Aspekt.
Wenn Gott den Menschen Gebote gegeben hätte, hätte er wohl allen die gleichen Gebote gegeben. Religionen entstehen selten alleine, sie stehen immer im Kontext und in Konkurrenz zu anderen Religionen. Und es geht in ihnen genau darum, sich abzugrenzen von den anderen. Es geht so gut wie immer darum, die Welt in Gut und Böse einzuteilen, und selbst auf der guten Seite zu stehen. Das ist ein urpsychologischer, archaischer Wunsch der menschlichen Spezies an und für sich. (Siehe auch … entsprechender Artikel in Arbeit)
Speisegebote und auch andere Bräuche stützen die Zusammengehörigkeit von Gemeinschaften. Sie grenzen das „Wir“ ab vom Feind da draußen. Ja, Feind, richtig gelesen. Wenn man die Welt in Gut und Böse teilt und man selbst der Gute ist – wer ist denn dann der andere?
Die Speisegesetze haben den Juden im Mittelalter sehr dabei geholfen, in der Diaspora der Assimilation zu widerstehen. Ob das überhaupt erstrebenswert war, steht auf einem anderen Blatt.
In der heutigen Zeit ist das Schweineverbot ein Hemmfaktor (von vielen) in der Integration der Mohammedaner in Europa. Und damit ein Problem. Denn anders als die Juden, die einfach nur unter sich bleiben und in Ruhe gelassen werden wollen, haben die Mohammedaner längst begonnen, die Ureinwohner mit ihrer Anti-Schwein-Gesinnung unter Druck zu setzen. Und noch mit ein paar anderen religiös begründeten Verhaltensregeln. Die Ureinwohner haben gefälligst die Schweine aus der Metzgereiauslage zu nehmen. Und tun es auch noch.
Hätte man diese Entwicklung vorausgesehen, hätte man als Prophylaxe schon in den 50ern in alle Speisen des Landes irgendwas mit Schwein reinmischen können.

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From → Religion

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