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Gedankensplitter: Mit Schwachsinn zum politischen Erfolg

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Ich habe mich in den letzten Jahren zu fragen begonnen, ob das Geheimnis erfolgreicher Politik(er) nicht genau darin liegt, dummes Zeug zu erzählen, der aber zunächst plausibel und einleuchtend klingt – und weiter denken die meisten Wähler nicht.

Leute, die versuchen, differenzierte Gedanken zu verbreiten, langweilen die Masse, die sie nicht versteht, falls sie ihr überhaupt zuhört.

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Islam und Antisemitismus

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Vorbemerkung: Den folgende Beitrag postete ich erstmalig gestern oder vorgestern auf Facebook. Vor einer Stunde wurde ich deswegen für 24 Stunden gesperrt. Wegen „Hassrede“.

Allerdings: Facebook hat jetzt einen neuen Button, damit kann man beantragen, dass der Beitrag nochmals geprüft wird. Habe ich angeklickt. Das hat leider keinen Einfluss darauf, dass ich gesperrt bin, und dass der Beitrag für die Zeit der Überprüfung nicht sichtbar ist. Sollte die Überprüfung zu meinen Gunsten ausfallen, denke ich mal, dass der Beitrag wieder sichtbar werden wird. Gesperrt war ich dann aber dennoch. Ich werde nach Ablauf der „Prüfung“ updaten, um das Resultat zu berichten.

Es folgt das „Hass-Posting“:

Ich versuche gerade etwas zu verarbeiten und könnte Hilfe gebrauchen.

Gestern ging es um die Frage, ob Muslime grundsätzlich antisemitisch sind. Ich sagte, dass sie es sind.

Auf die Frage, woraus ich das ableite, sagte ich, dass sich das aus dem Koran ableitet, der das Töten von Juden befiehlt bzw. aus Mohammeds Verhalten, dass den Tod unzähliger Juden zur Folge hatte.

A.P. sagte nun Folgendes:

„Der Koran ist antijudaistisch und nicht antisemitisch […]. Der Koran verlangt; wie von jeder anderen Religion auch, die Konvertierung deren Anhänger zum Islam, so auch beim Judentum. Das ist aber kein Antisemitismus. Der Antisemit sieht in dem Juden das verwerfliche nicht in seiner Religion, die man nur ändern müsste, sondern in seiner Existenz. Solange der Koran von Juden nur die Konvertierung verlangt, ist dieser auch nicht antisemitisch.“

Die Antwort, dass Antijudaismus eine Form von Antisemitismus sei, ist hier schnell gegeben. Auch ein Antijudaist hat ja was gegen Juden und will ihnen Böses.

Nun war ich aber dann doch am Überlegen, inwieweit so eine Aussage nicht auf mich selbst zurückfällt, denn ich schrieb erst kürzlich dieses:

„Was mich angeht, bin ich ein Philosemit in Bezug auf die großen Leistungen der Juden in Kultur und Wissenschaft weltweit und für mich ist Israel einer der am besten funktionierenden Staaten. Ich bin KEIN Philosemit in Bezug auf die Religion, da ich ein radikaler Atheist bin und alle Religionen für überholtes Zeug halte.“

Daraus könnte man jetzt konstruieren, dass ich ein Antijudaist sei und damit auch ein Antisemit.

Nun bin ich aber überhaupt kein Antisemit, ich habe Freude am Gedeih Israels, und ich habe auch keinerlei Interesse daran, gläubige Juden wegen ihres Glaubens zu verfolgen, zu missionieren, etc. Ich will ihnen noch nicht mal die Beschneidung untersagen.

Wenn aus Folgerungen am Ende etwas Falsches herauskommt, muss in den Prämissen oder der Folgerung etwas falsch sein.

Ich glaube, die Lösung ist Folgende: Der Koran an sich ist akademisch gesehen tatsächlich nicht antisemitisch, sondern „nur“ antijudaistisch. Ich habe daher in der Diskussion Alexander Recht gegeben.

Nun ist aber die nächste Frage: Wieviel Relevanz hat diese Erkenntnis für die Praxis? Denn nach wie vor ist mein Standpunkt:

a) Der Koran beschreibt eine aggressive Ideologie mit Tötungs- und Verstümmelungsbefehlen, in denen Juden und Christen besondere Erwähnung finden und demzufolge sogar noch heute, im 21. Jahrhundert, Verfolgung und Ermordung zu erwarten haben.

b) Der handelsübliche moderne Muslim macht keine Unterscheidung zwischen Volk und Religion, er hasst die Juden als Volk und will sie nicht missionieren sondern umbringen. Der moderate begnügt sich damit, sie vertreiben zu wollen.

Soll man nun, als Gegner dieser Ideologie, der Einfachheit halber weiterhin darauf beharren, dass der Islam/Koran „antisemitisch“ sei – in einem intellektuellen Gespräch kann man das ja präzisieren, wenn Bedarf besteht -, oder soll man diese Aussage um der akademischen Korrektheit Willen ein für alle Mal fallenlassen?

Update 11.10.2018: Zwei Überprüfungen später beharrt FB auf seiner ursprünglichen Einschätzung: „Ein Mitglied unseres Review-Teams hat bestätigt, dass dieser Beitrag unseren Gemeinschaftsstandards hinsichtlich Hassrede nicht entspricht. Niemand außer dir kann diesen Beitrag sehen.“

Wem Asyl, wem nicht?

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Das Asylrecht ist ein Recht, das ich vom Grundsatz her durchaus schätze. Es gibt in dieser Frage kein Richtig oder Falsch, nur verschiedene Menschenbilder und verschiedene Wünsche bezüglich der Funktion und Zusammensetzung der Gesellschaft. Ich möchte hier kurz meine Sicht darlegen.
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Die mich etwas kennen – vor allem meine Gegner – wird es erstaunen, zu hören, dass ich für das Asylrecht eintrete, selbstverständlich unabhängig von Herkunft und Hautfarbe. Die mich schon besser kennen, wird es gerade nicht erstaunen.
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Das Asylrecht entstand aus einer Erfahrung heraus, nämlich dass viele Leute in der Nazizeit gerne das Land verlassen hätten, aber nirgends willkommen waren. Man feilte daher an einem Grundgesetz-Artikel, der Asylrecht für diejenigen Menschen garantieren sollte, die wegen „Eintretens für Freiheit, Demokratie, soziale Gerechtigkeit oder Weltfrieden“ im Ausland verfolgt werden.
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Und diese Idee halte ich persönlich nach wie vor für schön.
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Am Rande erwähnenswert noch, dass dieses Recht zunächst nur für Deutsche im Ausland gelten sollte. Weil ein Asylrecht für alle politischen Flüchtlinge der Welt – was ja deren Aufnahme und Versorgung bedeutete – im Ernstfall massive wirtschaftliche Belastungen verursachen könnte. Aber die Wir-schaffen-das-Optimisten haben sich da durchgesetzt. Es gab sie offenbar schon in den 40ern, wer hätte das gedacht?
Auch das halte ich durchaus noch für okay. Wobei ich nicht den Mut gehabt hätte, das garantierte Recht für alle Flüchtlinge der Welt ins Grundgesetz zu gießen, und mir heute, 70 Jahre später, auf die Schulter klopfen könnte, Recht behalten zu haben. Aber das ist eine andere Geschichte, zumal das Ganze 1993 dann tatsächlich im Rahmen einer GG-Änderung, die als „Asylkompromiss“ in die Geschichte einging, eingeschränkt wurde.
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So, genug des Ist- und des War-Zustandes. Ich wollte ja schreiben, was ich persönlich für wünschenswert halte. Dass ich ein Grundrecht auf Asyl befürworte, schrieb ich ja schon. Und ja, ich befürworte es auch für Nichtdeutsche. Ebenso, wie ich eine Beschränkung aufgrund der Begrenztheit der Ressourcen befürworte.
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Und ich bin ein Befürworter der ursprünglichen Formulierung. Die Leute müssen schon einen Verdienst vorweisen können, wie eben das Eintreten für Freiheit, Demokratie etc. Ich bin auch bereit, das zu erweitern auf solche, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Religion verfolgt werden – vorausgesetzt, ihre Orientierung und Religion und überhaupt Lebenseinstellung ist westkompatibel. Pädophile passen hierher nicht, ebenso keine Anhänger blutrünstiger Glaubensrichtungen oder Straftäter.
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Nach diesen Maßstäben wären die allerwenigsten Asylbewerber in Deutschland zu Recht hier.
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Oh, ich sage nicht, dass man Leuten, die wegen Krieg und Misswirtschaft in ihrer Heimat gefährdet sind, jegliche Hilfe versagen müsse. Jedoch sage ich, dass diese Leute draußen bleiben sollen, wenn sie keine kulturelle Kompatibilität aufweisen. Die Hilfe möge dann bitte in ihrer Heimat oder auf einem neutralen Territorium erfolgen. Wie die dann aussieht, ist ein anderes Kapitel.

Über Volksverhetzung

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Wäre ich Bundestagsabgeordneter und hielte eine Rede zu „Chemnitz“, also dem Mord, den darauffolgenden Protesten, frei erfundenen Hetzjagden und die darauffolgende Dämonisierung aller Sachsen in den Medien und von Seiten der Regierung, würde ich unter anderem Folgendes sagen, am Anfang, der Mitte oder am Ende meiner Rede:

Meine Damen und Herren, es heißt ja immer, man soll wegen einiger bedauerlicher Einzelfälle nicht pauschalisieren. Man dürfe nicht alle Asylbewerber über einen Kamm scheren, noch nicht mal alle Moslems. Damit haben Sie ja auch Recht, auch wenn es leider etwas mager ist, dass Ihnen nach hunderten – ja tausenden – von „Einzelfällen“ immer noch nichts Besseres dazu einfällt.

Umgekehrt scheint es aber völlig zulässig zu sein, friedliche Menschen aufgrund einiger Störer in ihrer Mitte – deren Herkunft und Absichten auch noch mal einer genaueren Betrachtung wert wären – pauschal als Nazis zu stigmatisieren.

Lassen Sie mich mal aus dem Strafgesetzbuch zitieren:

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Ich weiß nicht, ob Sie das erkennen, aber es handelt sich um den Paragraf 130, auch als Volksverhetzung bekannt. Und ob Sie es glauben oder nicht, nach dem Buchstaben des Gesetzes müssten jetzt ganz viele von Ihnen – ebenso wie auch Vertreter der freien Presse, des Fernsehens und linksextremer Mitläufer – ins Gefängnis.

Da staunen Sie, oder? Aber warum eigentlich?

Hat da wer zum Hass gegen eine Gruppe aufgestachelt? Check! Die Chemnitzer Demonstranten, im Weiteren auch ganz Chemnitz und ganz Sachsen wurden als rechtsextrem, als Nazis, als Hetzjagden veranstaltende Zusammenrottungen diffamiert. Die Grundlagen dafür waren spärlich, aber darauf kommt es witzigerweise noch nicht einmal an.

Der öffentliche Frieden wurde auch in der Tat gestört, durch die zugelassenen und ermunterten Teilnehmer der Gegendemonstration. Wurde sogar zu Gewaltmaßnahmen aufgerufen? Nun, auch dieses ließe sich anbringen, durch die Organisation und Empfehlung des und damit Gemeinmachung mit dem Konzert gegen Rechts, in welchem Linksextreme Bands zu Gewalttaten aufriefen.

Wären unsere Gerichte nicht ebenso politisch und ideologisch verblendet wie Sie es sind, würde ich mir die Mühe machen, ein paar hundert Strafanzeigen zu stellen und dann zu sehen, was passiert. Da die Gerichte jedoch schon seit geraumer Zeit ebenso verhetzt sind wie Sie und große Teile der Bevölkerung, nehme ich davon Abstand.

Ist der Koran unklar? Das ist unwichtig.

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In einer Gruppe meinte ein Ex-Muslim, dass der Koran in sich widersprüchlich und unklar sei und hat zum Beleg seiner Behauptung etliche Punkte aufgeführt.

Ein Freund von mir hat darauf eine interessante Antwort verfasst, er hielt die Behauptung, der Koran sei widersprüchlich und unklar, für bedenklich, da er dadurch gegen Kritik immunisiert werden kann. In einigen unerheblichen Bereichen sei er vielleicht unklar, aber in Bezug auf die Misshandlung von Ungläubigen zum Beispiel sei er das nicht. 

Ich habe mich gefragt, wie ich selbst das sehe. Das folgt nun.

Das Thema ist durchaus komplex. Ich nähere mich ihm von der menschlich-perspektivistischen Seite her, denn das Problem ist nicht die verstaubte Fantasyliteratur an sich, sondern was die Menschen damit anstellen, was sie damit rechtfertigen etc.
 
Der Ex-Muslim hat so Unrecht ja nicht.
 
Der Koran enthält Widersprüche, das ist nicht von der Hand zu weisen, das ist harter Fakt. Und auch etliche atronomische, biologische und physikalische Aussagen, die definitiv falsifiziert sind. Unklarheiten enthält er auch noch, also Stellen, von denen man nicht so eindeutig sagen kann, was genau sie eigentlich meinen. Eine „richtige Lesart“ ist mit diesen Makeln a priori unmöglich. Für mich – und jeden anderen vernünftigen Menschen – fällt das Buch damit schon mal als göttliche Offenbarung vollkommen durch, und das Thema könnte erledigt sein, für mich und die gesamte Menschheit.
 
Leider ist das Thema damit nicht erledigt, die meisten Menschen denken nicht vernunftbasiert. Sie sind bereit, mit Widersprüchen zu leben, und Gläubige wollen um jeden Preis Anleitung zur Lebensweise aus dem Buch beziehen. Und tatsächlich ist die Zahl unterschiedlicher Interpretationen des Korans ziemlich hoch. Auch die Scharia (die Ausformulierung von Gesetzen auf Grundlage des Korans) variiert in den Staaten, die die Scharia anwenden, erheblich. Ob der Koran unklar ist, stört die Gläubigen dabei nicht die Bohne, für sie ist er so oder so vollkommen klar, zumindest in den für sie wichtigen Bereichen.
 
Es ist daher rein akademisch und letztlich irrelevant, ob wir dem Koran das Adjektiv „unklar“ geben wollen oder nicht. Es hat keine Auswirkungen auf die Praxis. Und den Text zu analysieren und selber festlegen zu wollen, welche Interpretation die dem Richtigen wenigstens am nächsten kommende Lesart ist (wenn es DIE Richtige schon nicht geben kann), durch Quantifizierung einzelner Aussagen, ist auch rein akademisch und für die Praxis irrelevant.
 
Was ist denn dann relevant? Das will ich sagen.
 
Relevant ist ein Blick auf Staaten mit überwiegend korangläubiger Bevölkerung und Regierung. Da stellen wir fest, dass der Glaube an dieses Buch in >90% der Fälle zu ganz bestimmten Konfigurationen führt, die wir mit unserem westlichen Wertesystem nicht dulden können, weil wir sie als schrecklich empfinden: Antisemitismus, Ungleichberechtigung, schwachsinnige Alltagsregeln, Unterdrückung des Denkens (und damit der Wissenschaft), vermehrte Gewalt.
 
Das Buch ist also aus westlicher Wertesicht gefährlich. Natürlich kann man den Text analysieren und begründen, warum es so ist. Warum es diese Konfigurationen unausweichlich fördert, warum die fundamentalistische Lesart die ist, die sich letztlich immer gegen alle anderen durchsetzt. Aber selbst wenn es sich dabei um das Telefonbuch von Vancouver handeln würde, das dies bei den Leuten auslöst, so ist doch die Konsequenz nicht die, dass man sich eingehend mit dem Buch beschäftigen muss, und wie es richtig zu interpretieren sei, sondern mit der Religion an und für sich bzw. den Menschen, die Träger dieser Religion sind. Man muss sich überlegen, wie man das Zusammenleben mit ihnen auf diesem Planeten so arrangiert, dass es zu möglichst geringen Konflikten kommt.
 
Zu den Ideen, die ich äußerst kontraproduktiv finde, gehört die Ansiedlung auf unserem aufgeklärten, freiheitlich-demokratischem Territorium.

Gedankensplitter: Der neue Wahn

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Die maßlose Ausdehnung des Begriffes der „Fremdenfeindlichkeit“ bzw. die bedingungslose Aufforderung zur Eigenabwertung ist der Wahn des aktuellen Zeitalters. Und an diesem Wahn leiden im Moment alle Westeuropäer. Eigentlich braucht das eine eigene ICD-Nummer, aber wie so oft: Wenn eine Geisteskrankheit genug Anhänger hat, gilt sie nicht mehr als solche.

Jens R. hat zugeschlagen

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Nach dem Autoanschlag nach islamistischem Muster in Münster habe ich viele Kommentare aus dem rechten wie linken Lager gelesen. Es offenbart sich mir eine ziemlich verfahrene Geisteslandschaft, in der die Stimme der Vernunft kaum noch eine Chance hat, gehört zu werden. Natürlich bin ich so arrogant, dass ich mich der letzteren Kategorie zurechne, und ich will versuchen, meine Gedanken zum Thema hier kurz zusammenzufassen.

Es ist momentan von Seiten der offiziellen Stellen zu lesen, dass der Täter „Deutscher“ war „ohne Migrationshintergrund“ und „Jens R.“ heiße, und dass ein „islamistischer Anschlag ausgeschlossen“ werden könne. Nehmen wir mal an, das stimmt diesmal.

Warum ich das nur annehmen will und nicht sofort glaube? Weil ich zu oft belogen wurde, was das angeht. Denken wir doch nur beispielsweise an den „Deutschen“ mit dem Namen „David S.“, der neulich in München Amok gelaufen ist. Die offiziellen Stellen sind krampfhaft bemüht, den Bürger in diesen Belangen zu belügen und aufkeimende fremdenfeindliche Gedanken damit sofort zu neutralisieren. Dass das bei mir nicht funktioniert, sondern nur im Gegenteil mit jeder im Nachhinein notwendigen Korrektur der „Wahrheit“ ein tiefes Misstrauen gegenüber Medien und Politik sät, ist irrelevant. Denn bei den meisten Bürgern funktioniert es ja.

Aber nehmen wir an, es stimmt diesmal und wir haben es mit einem stinknormalen „psychisch gestörten“ Deutschen ohne Migrationshintergrund zu tun, der durchgedreht ist. Kein islamistischer … äh, Moment, könnte es nicht vielleicht ein Konvertit sein, der kurz zuvor zum „wahren Glauben“ gefunden hat? Gut, lassen wir das mal. Vorerst. Irgendwann früher oder später kommt die Wahrheit ans Licht. Ich kann warten. Es ist für meine Gedankengänge momentan auch gar nicht wichtig, ob dieser Fall Islam enthält oder nicht. Selbst, wenn er 0% enthält, macht das Anis Amri und all die anderen islamistischen Anschläge mit oder ohne Auto in der westlichen Welt nicht ungeschehen. Und es macht den Islam keinen Deut weniger hässlich oder gefährlich.

Und weil dem so ist, besteht für die Linksgrünen kein Grund zum Jubeln – außer vielleicht in propagandistischer Hinsicht – und für die Rechten kein Grund, sich zu ärgern oder krampfhaft nach islamischen Elementen in diesem Fall suchen zu müssen.

Natürlich, ich bin auch nur ein Mensch, und da ich eher zum rechten Lager hin tendiere, ertappe ich mich dabei, dass ich Enttäuschung fühle, dass der Täter kein Muslim sein soll. Und dass ich das Internet nach Hinweisen durchforste, ob nicht doch vielleicht irgendwo ein Hinweis … aber leider nein.

Die Berufsempörten werden sich jetzt natürlich empören, dass ich lieber einen Islamisten als Täter sähe. Ich weiß das. Ich kenne ihre Denkstrukturen und ihre Schubladen. Aber aus meiner Perspektive ist es vollkommen folgerichtig, so zu denken. Und diese Perspektive ist, dass der Islam ein Kultur und Wissenschaft und Humanität langsam zersetzendes Gift ist – in jedem Land, in dem man seine Ausbreitung zulässt -, und das gilt für mich als gesichert und benötigt keine weitere Bestätigung mehr. Ich gestehe jedem zu, das anders zu sehen, ich sehe es nun mal so.

Klar, mit der Ansicht benötige ich keinen Islamisten als Täter. Ich nicht. Falls der Jens R. wirklich ein Jens ist und kein Yahya oder Yusuf verbessert das meine Meinung über die Förderung der Zuwanderung aus dem mittleren Osten keinen Deut. – Aber es gibt ja nicht nur mich! Es gibt ja noch die große verwirrte Schafherde meiner Mitmenschen, denen das nur äußerst schwer klarzumachen ist, was für eine Zeitbombe sie sich da ins Land holen. Und dafür sind die Islamisten, die nicht die Geduld aufbringen, die friedliche Übernahme abzuwarten, sondern schon jetzt meinen, Terror machen zu müssen, sehr gutes Anschauungsmaterial. Meine Mitmenschen sind überfordert mit Koransuren, Weltpolitik und Geschichte. Aber wenn ein Muslim Allahu Akbar schreiend in eine Menschenmenge fährt, ein Flugzeug in ein Hochhaus steuert, wild um sich schießt, Frauen vergewaltigt – das begreifen meine Mitmenschen gerade so eben noch.

Wenn aber nun ein Nichtmuslim Amok läuft und dabei auch noch ein klassisch muslimterroristisches Handlungsschema anwendet, wie ein Fahrzeug in eine Menschenmenge zu lenken, dann ist das Wasser auf die Mühlen der Linksgrünen, die den Hals mit Muslimen in Europa nicht voll genug bekommen können und natürlich ihrer linksgrünen Propaganda, die uns einreden will, solche Anschläge hätte es schon immer hier gegeben, und durch die Zuwanderung hätte sich im Lande ja gar nichts wesentlich verändert.

Wie gesagt, ich bin immun gegen diese Propaganda, aber meine Mitmenschen …

Seufz.